Zimmer + Rohde GmbH, Oberursel ist Sponsor der Traumkirche

Die Traumkirche: träumen, fühlen, eine Menge Natur und was im Leben wichtig ist

Wie verwandelt eine Künstlerin wie Andrea Schwalb aus Buseck eine Kirche mit 1000 qm Stoff und vielen anderen Materialien in eine „Traumkirche“? Bereits 2007 hat sie zusammen mit Andrea Balser mit Tausenden von Rosen die Butzbacher Markuskirche in ein duftendes Blütenmeer verwandelt. Dabei bringt die im Jugendstil erbaute evangelische Christuskirche bereits einiges mit, um zur Traumkirche zu werden. Schwalb: „Der Jugendstil bewegte sich als Kunstform weg von der industriellen Massenproduktion wieder hin zu natürlichen Formen.“ Die neue Ausgestaltung der Kirche wird beim Hessentag geprägt durch die Verwendung von besonderen Stoffen, die die Firma Zimmer und Rohde großzügig zur Verfügung stellt.

Dies ist eine ideale Ausgangslage für eine Künstlerin, die vorwiegend mit natürlichen Materialien arbeitet und sich von der Natur inspirieren lässt. „Ich habe die Beobachtung gemacht, dass die meisten Menschen von der Natur in besonderer Weise berührt werden. Menschen finden hier zu sich, fangen an zu träumen und lassen die alltäglichen Ängste und Sorgen in den Hintergrund treten.“

Darum kommen die Besuchenden in der Traumkirche auch mit vielem in Berührung, was auf den ersten Blick zwar gewöhnlich, aber dennoch natürlich, elementar und Grundlage jedes Lebens ist: Erde, Wasser, Feuer und Luft: Wie fühlt es sich an, wenn man in einem regennassen Wald den würzigen Duft von feuchtem Laub in die Lungen zieht? Wie ist das, wenn man an einem kalten Abend die Funken eines Feuers tanzen sieht und die heiße Glut Wärme und Geborgenheit spendet?

Schafft es die Traumkirche, dass Sie gehen wie auf Wolken? Sich fühlen, wie auf einer grünen, duftenden Sommerwiese – das Zirpen der Grillen im Ohr? Sich mit Hilfe von Augen, Nase, Ohren und Fingern den eigenen Träumen nähern. Oder

einfach nur in den blauen Himmel schauen – entspannen, träumen, schweben, loslassen. Eine Traumreise, die vielleicht etwas darüber verrät, was wirklich wichtig ist im Leben.

Aber egal ob Sie schweben, träumen oder mit beiden Beinen fest auf dem Boden bleiben möchten – die Traumkirche ist in jedem Fall ein außergewöhnliches Ereignis. Dafür sorgt auch ihr Veranstaltungsprogramm mit Konzerten, Lesungen, Kabarett, Andachten und Gottesdiensten.

Ihre Hessentagsbeauftragten

Pfarrerin Petra Schwermann (Kassel) und Pfarrer Wolfgang H. Weinrich (Darmstadt)

 

Erbaut im Jugendstil: Christuskirche Oberursel

Die Christuskirche ist die größte evangelische Kirche in Oberursel. Sie steht an einem markanten Platz der Stadt, umgeben von einer herrlichen Grünanlage. Als um 1900 die bisherige evangelische Kirche (heute: „Ferdinand-Balzer-Haus“) zu klein geworden war, erhielten die Karlsruher Architekten Curjel & Moser, die bereits das Verwaltungsgebäude der Oberurseler Motorenfabrik realisiert hatten, den Auftrag zur Planung einer neuen „modernen“ Kirche. Für die Gestaltung war der Jugendstil prägend und wegen dieser Besonderheit stehen Bauwerk und Einrichtung heute unter Denkmalschutz. Die Gestaltung des Innenraums folgt dem Wiesbadener Programm, einem typisch protestantischen Konzept nach dem Vorbild der Wiesbadener Ringkirche. Altar, Kanzel und Orgel sind axial übereinander angeordnet. Sakrament, Wort und liturgischer Gesang bestimmen die Architektur. Zu diesem Stil mit den Elementen des Jugendstils gehören mehrere Besonderheiten: Das Langhaus ist nicht wie in anderen Gotteshäusern in Schiffe gegliedert und die Sitzreihen sind um den Altar gruppiert. Der Altar steht nicht in einem Chor fern von den Menschen, sondern inmitten der Gemeinde. Die breit angelegte Kanzel dominiert den Altarraum. Die neun Glasfenster über dem Haupteingang und an den Seiten stellen wichtige Stationen aus dem Leben Jesu dar. Einer der bedeutendsten Expressionisten Süddeutschlands, August Babberger (1885–1936), hat sie geschaffen. Am Anfang seiner künstlerischen Laufbahn stand die Förderung durch Hans Thoma, der in Oberursel kein Unbekannter war. Die Kirche zeichnet sich besonders durch den harmonischen Innenraum und dessen ausgezeichnete Akustik aus. Die neun Glasfenster über dem Haupteingang und an den Seiten stellen wichtige Stationen aus dem Leben Jesu dar. Einer der bedeutendsten Expressionisten Süddeutschlands, August Babberger (1885–1936), hat sie geschaffen. Am Anfang seiner künstlerischen Laufbahn stand die Förderung durch Hans Thoma, der in Oberursel kein Unbekannter war.

 
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