Mittwoch, 15. Juni 2011 um 15:30

Bascha Mika

Bascha Mika

Lesung mit Bascha Mika

Die ehemalige Chefradakteurin der taz liest aus ihrem Buch "Die Feigheit der Frauen - Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug". Eine kontroverse Streitschrift, die markant Position bezieht.

In ihrer Streitschrift macht Bascha Mika Front gegen die oft selbst verschuldete weibliche Unmündigkeit, die dafür sorgt, dass gesellschaftlich und in den Geschlechterrollen alles beim schlechten Alten bleibt, indem die Frauen gar nicht erst versuchen, sich zu behaupten, sondern den Weg des geringsten Widerstands gehen und sich zu nützlichen Idioten degradieren lassen. Aus Bequemlichkeit, letztlich aber aus Feigheit – schließlich profitiert man auch davon. Die Autorin analysiert überkommene Rollenfallen und soziale Strukturen und entwirft einen Aktionsplan zu mehr weiblicher Selbstbestimmung. Sie macht deutlich, dass rhetorische Emanzipation nicht ausreicht, was zählt ist Bewährung in der Praxis. Ein kontroverses Debattenbuch, das sich nicht scheut, markant Position zu beziehen.

Über Bascha Mika
Bascha Mika wurde 1954 in einem schlesischen Dorf in Polen geboren und übersiedelte als Kind in die Bundesrepublik. Nach einer Banklehre studierte sie Germanistik, Philosophie und Ethnologie. Sie arbeitete als Redakteurin und Journalistin und veröffentlichte 1998 eine kritische Alice-Schwarzer-Biografie, die für großes Aufsehen sorgte. Von 1999 bis 2009 war sie Chefredakteurin der taz. Heute ist sie Honorarprofessorin an der Universität der Künste, Berlin, und freie Publizistin.



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